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Oskar Troplowitz

1863  - 27.4.1918

 
   www.gliwiczanie.pl

 

   Viele Leuten sind die charakteristischen, dunkelblauen mit weißem Schriftzug gekennzeichneten Dosen, bekannt. Nicht viele wissen, daß der Erfinder dieser Creme ein Einwohner von Gleiwitz war.

   Die Familie war in der Stadt sehr bekannt. Sie betrieben Weinhandel in großen Umfang, was sie schnell reich machte. Sie besaßen einen Weinkeller auf dem Rathausplatz von Gleiwitz. Oskars Vater, Ludwik, führte eine Baufirma. 1861 baute er in Gleiwitz eine Synagoge nach den Plänen von Salomon Lubowski, die dann später in der Reichskristallnacht von 1938 zerstört wurde.   

   Oskar war eins der beiden Kinder von Ludwik Troplowitz und Agnes Mankiewicz. Geboren wurde er im Jahre 1863. Er übernahm die Firma seines Vaters, obwohl es nicht sein Wunsch war – er hat den Beruf des Pharmazeuten, wie sein Onkel Gustaw Mankiewicz, ausgewählt und studierte Pharmazeutik in Breslau. 1890 kaufte er von Paul Carl Beiersdorf eine Kosmetikfabrik. Der Markenname „Beiersdorf“ wurde weitergeführt, aber die Herstellungstechnologie wurde gründlich erneuert. Die Verwaltung wurde modernisiert und die Produktionsprozesse mechanisiert.

   Er erfand die erste Zahnpasta und Leukopflaster (der erste selbstklebende Pflaster der Welt). Oskars größte Erfindung war jedoch die Seife und die Creme „Nivea“. Der Name „Nivea“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „schneeweiß“.Die Arbeit an der wohl weltweit bekanntesten Creme dauerte sehr lange und wurde erst dann erfolgreich beendet, als Oskar ein Patent für Euceryt, eine Emulsion für die besondere Konsistenz der Creme, von Doktor Isaak Lifschutz erworben hat.

   Oskar Troplowitz war ein gutherziger Unternehmer und sorgte sich um seine Mitarbeiter.

   Gleiwitz besuchte er 1918 zum letzten Mal. Am 27. April 1918 erlitt er auf einer Strasse in Hamburg einen Gehirnschlag und starb danach. Die Grabstätte der Familien Troplowitz und Mankiewicz wurde von der Stadt Hamburg unter Denkmalschutz gestellt. Die Erhaltung dieser Grabstätte liegt im allgemeinen Interesse.

 

 

Quellen: www.glywice.de.tf

 

Gliwice 2005

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