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Theodor
Erdmann Kalide wird für
einen der bedeutendsten oberschlesischer Bildhauer und Modellierer
gehalten. Er war ein Künstler, der eine Brücke zwischen der
klassizistischen und romantischen Bildhauerei schlug und sogar als
Wegbereiter vom Jugendstil bezeichnet wurde.
Geboren
ist er in Chorzów in der Familie eines Hüttenbeamten names Gottlieb
Kalide. Dem
von seinem Bruder eingeschlagenen Weg folgend begann er 1817 die Arbeit in
der Modellwerkstatt für Eisenkunstguss
der Gleiwitzer Hütte,
wo er Schüler von Friedrich W.L. Beyerhaus war. Im Jahre 1819 nahm er
sein Studium an der Berliner Kunstakademie auf und nach dessen Abschluss
kehrte er 1825 nach Gliwice zurück, um hier bis zu seinem Tod in der
Gleiwitzer Hütte zu arbeiten.
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Kalide
war der einzige Bildhauerkünstler und Modellierer in der Geschichte der
Hütte, der ein Hochschulstudium der Bildhauerkunst nachweisen konnte. In
den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts führte er sein eigenes
künstlerisches Profil ein. Damals bekam die Gleiwitzer Hütte Aufträge
aus Krakau, Wien, Paris, Rom und Moskau.
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Die Künstlerarbeiten Theodor E. Kalides
waren in vielen Ländern berühmt und bewundert. Zu den bekannten gehören
der „Wachende Löwe“ – heute befindet er sich am Eingang
zum Gleiwitzer Museum. In dessen Sammlungen gibt es unter anderem daas
„Mägdlein mit Leier“ wie auch eine Reihe von Plastikabgüsse,
Flachreliefe und anderen Gusseinsenwaren. In seiner Heimatstadt Chorzów
steht der Springbrunnen „Knabe mit Schwan“ (eine Replik gibt
es auch in Gliwice in der Grünanlage „Dessau“). In der Kirche
in Miechowice befindet sich eine „Madonna“ aus Marmor, im
Schloss in Strzelce Opolskie der „Ruhende Hirsch“ und in
Berlin „Bacchantin auf einem
Panther“. Da
Kalide seine Werke meist nicht markierte, viele von ihnen sind schwer
eindeutig zu identifizieren.
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Kalide,
ohne sich um die Gnade der Reichen zu bemühen, kam zu keinem Vermögen
und genoss fast keinen Ruhm, in Vergessenheit geraten starb er am
23.08.1863 in Gleiwitz. Beigesetzt wurde er auf dem Hüttenfriedhof.
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Seinen Namen trug früher die heutige Robotnicza-Straße – im Jahre
2003 gelang es den 140. Todestag von Theodor Erdmann Kalide feierlich zu
begehen, indem man der an den Hüttenfriedhof angrenzenden Grünanlage den
Namen Kalides verlieh. Sein Grabstein, ein Werk vom Bildhauer Lipp, wurde
bei dem Diebstahl der Gusseisenplatte stark beschädigt.
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W
2005 roku dziêki staraniom naszego stowarzyszenia i sponsorowi panu
Bernardowi Klinikowi - odrestaurowany nagrobek stan±³ na powrót na
cmentarzu. |
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