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Theodor Erdmann Kalide

8.2.1801 - 23.8.1863

 
   www.gliwiczanie.pl

 

   Theodor Erdmann Kalide wird für einen der bedeutendsten oberschlesischer Bildhauer und Modellierer gehalten. Er war ein Künstler, der eine Brücke zwischen der klassizistischen und romantischen Bildhauerei schlug und sogar als Wegbereiter vom Jugendstil bezeichnet wurde.

   Geboren ist er in Chorzów in der Familie eines Hüttenbeamten names Gottlieb Kalide. Dem von seinem Bruder eingeschlagenen Weg folgend begann er 1817 die Arbeit in der Modellwerkstatt für Eisenkunstguss  der Gleiwitzer Hütte, wo er Schüler von Friedrich W.L. Beyerhaus war. Im Jahre 1819 nahm er sein Studium an der Berliner Kunstakademie auf und nach dessen Abschluss kehrte er 1825 nach Gliwice zurück, um hier bis zu seinem Tod in der Gleiwitzer Hütte zu arbeiten.  

   

   Kalide war der einzige Bildhauerkünstler und Modellierer in der Geschichte der Hütte, der ein Hochschulstudium der Bildhauerkunst nachweisen konnte. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts führte er sein eigenes künstlerisches Profil ein. Damals bekam die Gleiwitzer Hütte Aufträge aus Krakau, Wien, Paris, Rom und Moskau.  

  

   Die Künstlerarbeiten Theodor E. Kalides waren in vielen Ländern berühmt und bewundert. Zu den bekannten gehören der „Wachende Löwe“ – heute befindet er sich am Eingang zum Gleiwitzer Museum. In dessen Sammlungen gibt es unter anderem daas „Mägdlein mit Leier“ wie auch eine Reihe von Plastikabgüsse, Flachreliefe und anderen Gusseinsenwaren. In seiner Heimatstadt Chorzów steht der Springbrunnen „Knabe mit Schwan“ (eine Replik gibt es auch in Gliwice in der Grünanlage „Dessau“). In der Kirche in Miechowice befindet sich eine „Madonna“ aus Marmor, im Schloss in Strzelce Opolskie der „Ruhende Hirsch“ und in Berlin „Bacchantin auf einem Panther“. Da Kalide seine Werke meist nicht markierte, viele von ihnen sind schwer eindeutig zu identifizieren.  

   

   Kalide, ohne sich um die Gnade der Reichen zu bemühen, kam zu keinem Vermögen und genoss fast keinen Ruhm, in Vergessenheit geraten starb er am 23.08.1863 in Gleiwitz. Beigesetzt wurde er auf dem Hüttenfriedhof. 

   
   Seinen Namen trug früher die heutige Robotnicza-Straße – im Jahre 2003 gelang es den 140. Todestag von Theodor Erdmann Kalide feierlich zu begehen, indem man der an den Hüttenfriedhof angrenzenden Grünanlage den Namen Kalides verlieh. Sein Grabstein, ein Werk vom Bildhauer Lipp, wurde bei dem Diebstahl der Gusseisenplatte stark beschädigt.

   W 2005 roku dziêki staraniom naszego stowarzyszenia i sponsorowi panu Bernardowi Klinikowi - odrestaurowany nagrobek stan±³ na powrót na cmentarzu.
 

 

 

Quelle:

Franciszek Maurer – Zeszyty Gliwickie (Gleiwitzer Hefte) 18-19 (1987/88) 

Edward Wieczorek http://www.gornyslask.pl/krajoznawca/zeszyt_15/ludzie.htm

 

Autor: meg

 

Übersetzung: Sebush

 

Photos:

AP - zasoby Archiwum Pañstwowego w Gliwicach

meg

Gliwice 2005

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